Senologie

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Zwischen Onkologie und Schönheitswahn: Pathologie und Therapie der weiblichen Brust haben ein großes Spektrum.

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Fertilität

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Von "Social Freezing" bis "Pille danach ohne Rezept":
Konzeption und Kontrazeption sind aktuelle Themen, die auch stark in der Öffentlichkeit stehen.

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Sexualmedizin

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Sexualmedizin kann auch Krebsprävention bedeuten.

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Onkologie

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Besonders in der gynäkologischen Onkologie
wird die Therapie immer personalisierter.

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In der Geburtshilfe entscheiden Minuten das Outcome ... und mal zählt auch jede Sekunde.

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Neonatologie

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Heute haben extreme "Frühchen" deutlich bessere Chancen als noch vor einigen Jahren.

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Präeklampsie und Eklampsie
Mütter von Söhnen häufiger betroffen

Bereits vor über 40 Jahren wurde die Beobachtung gemacht, dass das Geschlecht des Kindes das maternale Risiko für Präeklampsie beeinflusst. Studien lieferten dazu allerdings widersprüchliche Daten. Eine aktuelle Metaanalyse gibt nun Aufschluss.

Quelle: Jaskolka D et al.: Fetal sex and maternal risk of pre-eclampsia ... BJOG 2017; 124: 553-60

Warum die Vaginalflora ist wie sie ist
Tausendsassa Laktobazillus

Die Vaginalflora von Frauen im reproduktionsfähigen Alter wird vowiegend von Laktobazillen gebildet. Nach neuesten Erkenntnissen gibt es dafür viele gute Gründe: Die Besiedlung mit Laktobazillen hat verblüffend facettenreiche Effekte auf den Wirt.

Quelle: Witkin SS, Linhares IM: Why do lactobacilli dominate the human vaginal microbiota? BJOG 2017; 124: 606-11

Urogenitales Menopausensyndrom (vulvovaginale Atrophie)
So behandeln Sie die urogenitalen Symptome der Menopause

Die vulvovaginale Atrophie heißt jetzt „urogenitales Menopausensyndrom“ (genitourinary syndrome of menopause, GSM) – so haben es die „International Society for the Study of Women‘s Sexual Health“ und die „North American Menopause Society“ in 2014 vorgeschlagen. Man suchte eine Bezeichnung, die die Vielfalt der Symptome besser umfasst und die es den betroffenen Frauen wegen einer geringeren Stigmatisierung leichter macht, über die Erkrankung zu sprechen. Die typischen Symptome des GSM hingegen sind unverändert und weitestgehend bekannt. Nun fasste eine aktuelle Übersichtsarbeit die verfügbaren Therapieoptionen zusammen.

Quelle: Gandhi J et al.: Genitourinary syndrome of menopause: an overview of clinical manifestations, pathophysiology, etiology, evaluation, and management. Am J Obstet Gynecol 2016; 215: 704-11

Original Pressemitteilung:
Pharma Trend 2017: Marktführer Roche von Onkologen ausgezeichnet

Die Onkologen sind sich ihrer Sache seit Jahren sicher. Zum 12. Mal in Folge vergeben sie den Award für „ihr“ bestes Pharmaunternehmen an die Roche Pharma AG. Dieser Erfolg hat viele Väter. Aus Sicht der Ärzte sind es bei ...

Original Pressemitteilung:
Pharma Trend Awards: Gynäkologen zeichnen Jenapharm zweifach aus

Kaum ein halbes Jahr auf dem Markt, wird die Hormonspirale Kyleena® von der Facharztgruppe der Gynäkologen zum Innovativsten Produkt 2017 gekürt. Kyleena® ist für alle Frauen im gebärfähigen Alter geeignet und bietet ...

Topische, systemische, chirurgische und andere Therapien
Vulvodynie: ein aktueller Überblick

Es ist immer noch nicht völlig geklärt, was pathophysiologisch hinter der Vulvodynie steckt. Allerdings gibt es zunehmend die Idee von einer inflammatorischen Ursache. Vielleicht lag man mit dem früheren Terminus „Vestibulitis“ doch gar nicht so falsch, den man 2003 zugunsten der „Vulvodynie“ verlassen hatte, um der „allodynen“ Komponente (Schmerz bei leichter Berührung) mehr Gewicht zu verleihen. Heute gehen die meisten Autoren von einem „multifaktoriellen“ Geschehen aus, was die therapeutische Herangehensweise so schwierig macht.

Quelle: Falsetta ML et al.: A review of the available clinical therapies for vulvodynia management and new data implicating proinflammatory mediators in pain elicitation. BJOG 2017; 124: 210-8

Kinderwunsch
Beratung vor der Schwangerschaft

Es gibt zwar zahlreiche Empfehlungen zur präkonzeptionellen Beratung für Frauen mit chronischen Erkrankungen wie Diabetes oder Epilepsie, aber kaum welche für gesunde Frauen. Doch auch diese Frauen sollten vor einer Schwangerschaft beraten werden.

Quelle: Fachpressekonferenz: „Babyplanung: Was ist heute präkonzeptionell möglich?“, Düsseldorf, 10.3.2017, Veranstalter: Merck Femibion® BabyPlanung, Femibion® 1 Frühschwangerschaft, Femibion® 2 Schwangerschaft & Stillzeit

Aktuelle Studien
Sicher und wirksam bei Hirnmetastasen

Das Antikörper-Wirkstoff-Konjugat Trastuzumab Emtansin wird bei Patientinnen mit HER2-positivem metastasierten Brustkrebs angewendet und verlängert in diesem Setting nachweislich das Gesamtüberleben gegenüber Capecitabin/ Lapatinib und HER2-basierten Vergleichstherapien. Nun ...

Langzeit-Daten von Mammakarzinom-Patientinnen
Auf 10 Jahre verlängerte Letrozol-Therapie

Hormonrezeptor-positive Brustkrebspatientinnen im frühen Stadium erhalten für fünf Jahre einen Aromataseinhibitor (first line oder nach Tamoxifen). Sollte man die Letrozol- Gabe auf insgesamt zehn Jahre ausdehnen? Die Antwort lieferte die MA.17R-Studie.

Quelle: Goss PE et al.: Extending aromatase-inhibitor adjuvant therapy to 10 years. N Engl J Med 2016; 375: 209-19

Hormonersatztherapie
Progesteron: Hormon mit vielen Vorteilen

Der Stellenwert der postmenopausalen Hormonersatztherapie ist ein vieldiskutiertes Thema. Studien belegen, dass die richtige Kombination aus Progesteron und Östrogen sowohl Stoffwechsel und Gefäße, als auch Psyche und Schlaf günstig beeinflussen kann.

Quelle: Fachpressekonferenz: „Progesteron – Potenzial und Mythen: Einfluss von Progesteron auf Organsysteme“, Düsseldorf, 10.3.2017, Veranstalter: Dr. Kade/Besins Mikronisiertes Progesteron: Utrogest®

Kontroverse zur Netzimplantation
Bei Inkontinenz mit Netz, bei Prolaps besser ohne operieren

Stressinkontinenz (stress urinary incontinence, SUI) und Beckenorganprolaps (pelvic organ prolapse, POP) sind bei insbesondere älteren Frauen für ein hohes Maß an Morbidität verantwortlich – das Lebenszeitrisiko bis zum Alter von 80 Jahren, sich einem entsprechenden operativen Eingriff unterziehen zu müssen, beträgt etwa 1 zu 5 bis 8. Für den Einsatz von synthetischen Netzen bei diesen Operationen ist bezüglich Erfolgsraten und Komplikationen die Datenlage nach wie vor kontrovers. Nun wurde eine der größten Kohorten zu diesem Thema in Schottland retrospektiv untersucht, und die Autoren fanden klare Worte zu Inkontinenz- und POP-Operationen mit und ohne Netzimplantation.

Quelle: Morling JR et al.: Adverse events after first, single, mesh and non-mesh surgical procedures for stress urinary incontinence and pelvic organ prolapse in Scotland, 1997–2016: a population-based cohort study. Lancet 2016; Epub Dec 20; pii: S0140- 6736(16)32572-7

Kleine Studie mit neuen Daten
Metformin bei PCOS

Metformin ist ein Insulinsensitizer und zur Glucosekontrolle bei Typ-2-Diabetikern indiziert. Aber der Substanz werden auch positive Effekte bei Patientinnen mit polyzystischem Ovarialsyndrom (PCOS) nachgesagt – in diesen Fällen dann off-label verabreicht. Nun analysierten Autoren aus dem Iran, wie Metformin bei PCOS-Patientinnen auf BMI, Schilddrüsenwerte und andere Parameter wirkt.

Quelle: Nemati M et al.: The metformin-induced changes on BMI, TSH, and thyroid hormone profile of patients with ... Reprod Syst Sex Disord 2016; 5: 3

Bakterielle Vaginose
Senkt Antibiose die Frühgeburtlichkeit?

Es gibt keine verlässliche Leitlinienaussage, ob man mit einer Antibiose bei bakterieller Vaginose (BV) in der Schwangerschaft die Raten an Frühgeburten reduzieren kann. Das ist schlecht, denn dass eine BV das Risiko von Frühgeburten erhöht, ist bekannt. Nun versuchten sich Autoren an einer Metaanalyse – und fanden eher schwache Daten.

Quelle: Haahr T et al.: Treatment of bacterial vaginosis in pregnancy in order to reduce the risk of spontaneous preterm delivery – a clinical recommendation. Acta Obstet Gynecol Scand 2016; 95: 850-60

Uterusmyome
Fast jede zweite Frau betroffen

Gebärmuttermyome können die Lebensqualität stark einschränken. Seit der Einführung von Ulipristalacetat als erste kausale nicht-invasive Therapieoption im Jahr 2012 können viele Patientinnen effektiv und unter Organerhalt behandelt werden.

Quelle: Fachpressekonferenz: „Gebärmuttermyome: Wie hat sich die Myombehandlung verändert?“, Düsseldorf, 9.3.2017, Veranstalter: Gedeon Richter Ulipristalacetat: Esmya®

Cranberry-Kapseln
Ohne Wirkung

Eine Bakteriurie oder Pyurie findet man bei älteren Frauen, die in Heimen versorgt werden, häufig. Zur Wirksamkeit von Cranberry- Präparationen in dieser Population gab es bislang kontroverse Studienergebnisse. Nun wurde eine methodisch gute Arbeit veröffentlicht und untermauerte die Erkenntnis, dass Cranberry wohl kaum wirksam ist.

Quelle: Juthani-Mehta M et al.: Effect of cranberry capsules on bactriuria plus ... JAMA 2016; 316: 1879-87

Urethral-Koitus
Eine ungewöhnliche Inkontinenz-Ursache

Eine 38-jährige Patientin stellte sich wegen Harninkontinenz und Dyspareunie in einer Klinik in Teheran vor. Bei der Untersuchung fand man unauffällige sekundäre Geschlechtsmerkmale, aber anstelle einer Vagina wies die Patientin eine Megalourethra auf, mit der sie jahrelang urethralen Koitus vollzogen hatte. Als zugrunde liegende Erkrankung stellte sich ein Mayer-Rokitansky-Kuster-Hauser-Syndrom (MRKH) heraus.

Quelle: Sharifiaghdas F et al.: An unusual cause of urinary incontinence: ... Investig Clin Urol 2016; 57: 367-71

Mammakarzinom beim Mann
Welche Gene erhöhen das Risiko?

Brustkrebs bei Männern ist insgesamt selten (Inzidenz in der Allgemeinbevölkerung etwa 1:1000). Über die genetischen Einflüsse weiß man noch nicht so viel. Daher untersuchten Forscher aus den USA an einer Kohorte von Männern mit Mammakarzinom (MBC, male with breast cancer), welche pathologischen genetischen Variationen bei den Betroffenen vorlagen. Es kristallisierten sich drei „Verdächtige“ heraus, deren Testung man wohl MBC anbieten sollte.

Quelle: Pritzlaff M et al.: Male breast cancer in a multi-gene panel testing cohort: insights and unexpected results. Breast Cancer Res Treat 2017; 161: 575-86

Mammakarzinom beim Mann
Welche Gene erhöhen das Risiko?

Brustkrebs bei Männern ist insgesamt selten (Inzidenz in der Allgemeinbevölkerung etwa 1:1000). Über die genetischen Einflüsse weiß man noch nicht viel. Daher untersuchten Forscher aus den USA an einer Kohorte von Männern mit Mammakarzinom (MBC, male with breast cancer), welche genetischen Variationen bei den Betroffenen vorlagen. Es kristallisierten sich drei „Verdächtige“ heraus.

Quelle: Pritzlaff M et al.: Male breast cancer in a multi-gene panel ... Breast Cancer Res Treat 2017; 161: 575-86

Bakterielle Vaginose – State of the Art
Verlust von Laktobazillen ist nicht immer pathologisch

Bakterielle Vaginosen sind mit einer Vielzahl von Erkrankungen und Auffälligkeiten im Bereich des Genitaltrakts assoziiert. Offensichtlich gibt es jedoch mehrere Subpopulationen von Patientinnen mit unterschiedlicher klinischer Relevanz. Vier Wissenschaftler des New Yorker Weill Cornell Medical College veröffentlichten eine kritische Analyse des aktuellen Kenntnisstands.

Quelle: Nasioudis D et al.: Bacterial vaginosis: a critical analysis of current knowledge. BJOG 2017; 124: 61-9

Systemischer Lupus erythematodes und APS
Schwangerschaftsrisiken managen

An systemischem Lupus erythematodes (SLE) oder Antiphospholipid- Syndrom (APS) erkranken oft junge Frauen zu Beginn der Familienplanungsphase. Drei Rheumatologinnen von der Universität Pisa fassten nun zusammen, was es bei der Planung und Überwachung einer Schwangerschaft zu beachten gilt.

Quelle: Vagelli R et al.: Pregnancy and menopause in patients with Systemic Lupus Erythematosus and/or Antiphospholipid Syndrome: practical guide from EULAR. Pol Arch Intern Med 2017; doi:10.20452/pamw.3906

Postmenopausale Blutungen
Wann Hysteroskopie?

Postmenopausale Blutungen und ein verdicktes Endometrium sprechen für ein erhöhtes Karzinomrisiko. Ob und wann bei einem negativen Biopsieergebnis eine weiterführende invasive Diagnostik angezeigt ist, untersuchte man in den Niederlanden.

Quelle: Van Hanegem N et al.: Diagnostic workup for postmenopausal ... BJOG 2017; 124: 231-40

Postpartale Depression & IVF
Kein höheres Risiko

Ungewollte Kinderlosigkeit und Infertilitätsbehandlungen können eine hohe psychische Belastung darstellen. Das Risiko für postpartale Depressionen steigt dadurch offensichtlich aber nicht.

Quelle: Vikström J et al.: Risk of postnatal depression or suicide after in vitro fertilisation treatment: a nationwide ... BJOG 2017; 124: 435-42

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